| Mein erstes Jetmodell habe ich im April 1997 beim Jet-Meeting in Helchteren wegen Höhenruderflattern verloren. Das Modell war eine modifizierte "Pushy Galore", das ist ein Formel 1 Pylonrennflugzeug mit Druckpropeller und T-Leitwerk. In Ausgleichshörnern an den Höhenruderenden befand sich Blei zum Massenausgleich, nur war das recht schlanke Höhenruder nicht torsionssteif genug, und unmittelbar nach dem ersten Abschwung mit Vollgas flatterte das Höhenruder in zwei Teilen davon. Das Modell stürzte mit voller Geschwindigkeit im 45° Winkel ab und verbrannte vollständig, weil die Turbine durch den davorliegenden Tank flog. Ich weiß, Vollgasabschwünge macht man nicht mit Jets, aber ich wollte es einfach wissen und der Bombenabwurfplatz in Helchteren ist ein ideales Testgelände. Da die Zelle für Belastungen bis 27 g ausgelegt war, hatte ich keine Bedenken vor diesem Manöver. Das Flattern setzte genau in dem Moment ein als der Horizontalflug erreicht war und ich aufhörte zu ziehen. Auf der Videoaufnahme kann man lediglich drei heftige Schwingungen des ganzen Leitwerks sehen, bevor das Höhenruder in zwei Teilen davonfliegt. Als wir mit dem Feuerlöscher an der Absturzstelle eintrafen war bereits alles Brennbare verschwunden. Die offensichtlich feuerfeste Pegasus sah trotzdem elend aus: Das Turbinengehäuse, der Verdichtereinlauf und der Verdichter verbeult und verbogen, die Kraftstoffpumpe und der Akku zerquetscht, die ECU und alles andere verkohlt. |
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Ich war überrascht und erleichtert als Bennie van de Goor meinte, er könne die Turbine reparieren. Noch mehr überrascht war ich, als ich schließlich den Reparaturumfang und die Kosten erfuhr. Die Pegasus bekam ein neues Gehäuse, einen neuen Verdichtereinlauf und einen neuen Verdichter. Das war der ganze Schaden an der Turbine. Das sehr stabile einteilige Gehäuse hat die kostbare Brennkammer, das Leitsystem, den Wellentunnel, die Welle, die Lager und das Turbinenrad wirksam geschützt! Natürlich brauchte ich noch eine neue ECU, die Pumpe und den Akku. Für nur 1000,- EUR hatte ich wieder eine neuwertige Pegasus! Wir standen damals noch nicht in geschäftlicher Verbindung zu AMT; die Pegasus ist meine private Turbine, die ich mir selbst zum 40. Geburtstag geschenkt hatte. Die gleiche Pegasus läuft übrigens heute noch mit den ersten Lagern und erreicht im neuen Gehäuse mühelos einen Schub von 135 N. |
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