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Herr Hauser schrieb uns im August 1998 diesen
sehr interessanten Brief:
Toni Clark practical scale GmbH
Zeiss-Straße 10
32312 Lübbecke 3.
August 1998
Hallo,
Ich möchte mich auf diesem Weg für den hervorragend gemachten
Bausatz "Piper" bedanken. Es ist mein erstes Großmodell
und aufgrund meiner sehr beschränkten Freizeit hat es fast
2 Jahre gedauert bis es flugfertig war. Die sehr gut gemachte Bauanleitung
und die übersichtlichen Pläne waren sehr hilfreich. Seit
einigen Wochen fliegt die Piper mit einem ZG 45 sowie Hydro Mount
System und seit kurzem mit dem Easy Start System. Mit warmgelaufenem
Motor klappt das Starten nun noch besser.
Anfänglich hatte ich große Mühe, die Kiste wieder
herunterzubekommen, da ich das Standgas nicht weit genug herunterdrosseln
konnte. Ich hatte zuviel Spiel im Gaszug, den ich von links nach
rechts vorne um den Motor herum verlegt habe. Jeder mit 180
Grad verlegte Bowdenzug hat im Scheitelpunkt beim Übergang
von Ziehen zu Schieben etwas Spiel. Dieses Spiel ist beim 90-Grad-Bogen
viel geringer, da der Bowdenzug dann aufgrund seiner "Federeigenschaft"
immer an der Bowdenzughülle anliegt. Ihr Einbauvorschlag
ist daher goldrichtig. Von ihm sollte nicht abgewichen werden. Vieleicht
können Sie in der Bauanleitung mit ein paar süffisanten
Worten auf die Nachteile einer Abweichung hinweisen. Ich habe schon
-zig HMS-Flieger mit vorne herum verlegtem Bowdenzug gesehen, die
mich wegen der vielleicht etwas einfacher zugänglichen Bowdenzugbefestigung
verleitet haben. Vermutlich schwitzen einige davon im Landeanflug
oder später in der Werkstatt.
Ich lege einige Fotos meiner PA18 BURDA Piper bei, die Sie - falls
vorhanden - an Ihre Pinwand heften können. Ich habe alles außer
der Motorhaube von Hand mit Schaumroller lackiert. Das geht sehr
gut mit auf der Herdplatte warmgemachtem, stinknormalen und
sehr billigen Kunstharzlack. Da der sich dann sehr gut verteilen
läßt, kommt man mit sehr wenig Lack und Gewicht aus (flugfertig
9 kg). Spritzen ist sicher noch besser, aber das können viele
zuhause nicht. Ich habe letzten Winter Seite für Seite mit
genügend Zeitabstand in der Wohnung in einem für diese
Zeit beschlagnahmten Zimmer "gerollert" und man sieht
effektiv keinen Unterschied zu gespritzten Oberflächen. Vielleicht
kann dieser Tip für den einen oder anderen interessant sein.
Mit freundlichem Gruß,
Peter Hauser.
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Herzlichen Dank an Herrn Hauser für seine wertvollen
Tips. Zu der Gasanlenkung noch ein wichtiger Hinweis von
mir:
Der Bowdenzug sollte auch so verlegt werden, daß die
Feder am Vergaserdrosselhebel gegen den Bowdenzug drückt
und nicht zieht! Durch die Schwingungen, des im Bogen verlegten
Bowdenzuges, wird die Litze in der Hülle - ähnlich
wie das Seil beim Seilspringen - nach außen geschleudert.
Wenn die Feder jetzt dagegenzieht entsteht ein unkontrollierbares
Leerlaufverhalten: Mal ist die Feder am Vergaser stärker
und zieht die Litze nach innen und mal, bei einer etwas veränderten
Drehzahl, sind wieder die Schwingungen stärker (Resonanzeffekt)
und die Litze wird nach außen geschleudert. Das erhöht
sofort deutlich die Drehzahl, da dadurch die Litze am Vergasehebel
zieht und "gasgibt". Wenn Sie daraufhin weiter herunterdrosseln
geht der Motor aus, sobald die Feder wieder die Oberhand gewinnt!
Gerhard Reinsch.
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