Anders als bei den großen Brüdern CAP 20 und 20L
wird diesmal eine größere Serie von Maschinen gebaut,
denn zwischen Mai 1982 und Ende 1988 werden 17 Stück CAP
21 fertiggestellt. Die 21 Nr. 1 mit der Kennung F-GAUP wird übrigens
von unserer Catherine Maunoury gekauft. Elegant und erregend,
die 21 fällt aus dem Rahmen. Wie auch die anderen Maschinen
der CAP-Reihen hat sie mich vom ersten Anrollen an spontan begeistert... Obgleich
der Verkaufspreis mehr als günstig ist, wird die CAP 21
auch als Bausatz zu einem Preis angeboten, der ungefähr ein
Drittel unter dem klassischen Verkaufspreis liegt. Im März
1981 entscheidet sich auch Georges Muzergues (ein hervorragender
Wettbewerbspilot), für den Aeroclub Brive einen Bausatz für
180 000 Franc anzuschaffen. Fünf Personen erklären sich
bereit, nach Anweisung von Pierre Milon, Mechaniker des Clubs,
der dafür eine Menge Stunden opferte, die Montage dieser
Wettbewerbsmaschine zu übernehmen. Der Holzbau wird fertig
angeliefert, so daß keinerlei Leimarbeit anfällt. Dem
Team bleiben die Bespannarbeiten, der Einbau des Fahrwerks, des
Kabelbaums, der Instrumentierung, der Kabinenhaube, des Motors
und des Motorträgers sowie die Lackierung, etwa zwei Drittel
der Arbeiten zum Bau eines Flugzeugs. Aus meinen Erfahrungen mit
dem Bau einer Jodel D112 von 1992 bis 1997 kann ich ihnen bestätigen,
daß entgegen allen Erwartungen mit der Fertigstellung des
Holzbaus erst ein Drittel der Arbeit getan ist... Das Team von
Muzergues vollbrachte also eine kolossale Leistung (ca 1000 Stunden),
bevor es am 12. Juli 1982 , d.h. ein Jahr und vier Tage nach dem
Eintreffen der ersten Teile, auf dem Stellplatz des Aeroclubs
stolz die fertige CAP 21 präsentieren konnte. Georges
Muzergues unterstreicht: Ich muß sagen, daß der Bausatz
dieser Maschine sehr gut vorbereitet und die Baubeschreibung klar
ist. M. Loridan, der bei Mudry die Dokumentation erstellte, hat
gute Arbeit geleistet. Außerdem weiß man, wie das
Flugzeug, das man fliegt, gebaut ist; wir wissen jetzt, daß
die CAP 21 ein ausgezeichnet konstruiertes Flugzeug ist. An dieser
Dokumentation kann man den Mut derer ermessen, die sich nur mit
einer Handvoll Zeichnungen oder mit nichts an den Bau eines Flugzeugs
wagen. Der Aeroclub Brive ist nun stolzer Besitzer dieser Maschine,
und ich möchte Monsieur Mudry dafür danken, daß
er mir gestattete, sie bei der Luftfahrtschau "Salon de Bourget"
unter den Farben der Stadt Brive auszustellen. |