Die Cap 21 von Ralf Lambert


Herr Lambert schrieb zu dem Bild:

Hallo!

Anbei nur mal soooo ein Foto meiner Cap 21 auf unserem Platz in Bitburg (MFG Bit-Falken). Wie bei unserem netten Telefonat von letzter Woche geschildert is' dat Maschinchen nur durch die falsche Modellauswahl am Sender auf's Kreuz geknallt. Dank der Holzbauweise und Sekundenkleber in die Ritzen schnell wieder in der Luft.

Schönen Gruß aus Trier

Ralf Lambert




"Fliegerfreuden" so hat Karl Paul dieses Bild genannt. Rechts Charly mit seiner ersten CAP 21, so wie der junge Mann mit der Pitts muß ich wohl mal ausgesehen haben.
Aber auch an den Holzpropellern erkennt man, daß das Bild schon älter sein muß!


Karl (Charly) Paul hat seine erste CAP 21 bereits 1983 gebaut. Das Modell war ursprünglich mit dem Webra Bully, dann dem Tartan Boxer, dann mit dem Kavan Boxer, dann dem Super Tartan Boxer ausgerüstet. Schließlich war er den ständigen Ärger mit den Motoren leid und hat den Titan ZG 38 eingebaut. Als dann 1986 der Titan ZG 62 auf den Markt kam, hatte seine CAP endlich den richtigen Motor gefunden. Nach 13 Jahren und über tausend Flügen hat Charly die CAP im Tiefflug auf den Acker im Bildhintergrund verstreut. Es mußte natürlich sofort wieder eine neue CAP her, denn auch Charly ist überzeugt: Nichts fliegt besser und macht auf Dauer mehr Spaß als die CAP 21. Die Neue wurde noch schöner, leichter und gleich mit dem ZG 62SL und dem Hydro-Mount-System ausgerüstet. Durch die rote Lackierung wird sie bestimmt noch im Jahr 2020 im Einsatz sein ...

Charly´s zweite CAP 21, nun im eleganten Rot. So erkennt er besser, wenn die CAP beim wilden Herumkurven dem Boden zu nahe kommt.




Heiner Wintermann vor dem Start der "Italo-CAP".
Durch seine ausgezeichneten Beziehungen zur italienischen Modellflieger-"Mafia", wußte er schon lange vor uns von der Existenz der CAP 21 I-IZAK.



Ein schöner Nachbau der CAP 21 No 7,
F-GAUK. Leider haben wir zu den Bildern keine weiteren Informationen mehr. Vielleicht kann sich der Erbauer noch mal bei uns melden!.




Ed Pot aus Tolkamer, Niederlande und seine neunzehnte (!) CAP 21.

Ed Pot baut sehr gerne und viel. Es macht ihn unglücklich, wenn er abends nicht ein paar Stunden im Bastelzimmer verbringen kann. Wird es Zuhause eng und die Modelle fangen an im Weg herumzustehen, dann verkauft er das "Vorjahresmodell" wie andere ihr Auto. Abnehmer finden sich immer reichlich! Einmal hat Eddy allerdings eine andere Variante getestet: Auf dem Weg nach La Ferte Alais bließ kurz vor Paris eine Sturmböe seinen Wohnanhänger von der Autobahn. Ihm ist zum Glück nichts passiert, aber die CAP 21 im Wohnwagen war platt! Für Eddy war auch das kein Problem. Die neue CAP hatte er fertig noch bevor der neue Wohnwagen geliefert wurde! "So ganz nebenbei" sind auf seinem Baubrett auch noch achtzehn (!) Pitts Special aus unserem Bausatz entstanden!

Wenn Sie jetzt meinen Eddy Pot kann nur Frührentner oder arbeitslos sein, dann liegen Sie völlig falsch. Er hat einen Fulltimejob als Verkaufsleiter bei Sun Electronic. Eddy´s Tip für Leute, die meinen keine Zeit zum Bauen zu haben: Einfach den Fernseher nach der Tagesschau ausschalten!




Oliver Schakel (links) und Werner Dannler mit ihren beiden CAP 21 im Breitling - Farbschema..


Detailaufnahme der hervorragend gemachten CAP 21 von Werner Dannler.




Die Cap 21 von Thomas Schmidt


Herr Schmidt schrieb zu dem Bild:

Hallo Herr Reinsch,

ich habe nun endlich mal ein Foto von meiner CAP gemacht. Bei der Farbgebung wollte ich einfach mal was anderes ausprobieren und so entschied ich mich für orange. Vieleicht gefällt sie Ihnen ja auch ein wenig und Sie spendieren ihr einen Platz auf Ihrer Internetseite. Ich würde mich sehr darüber freuen. Als nächstes möchte ich mir eine Pitts bauen, die Bestellung für Bausatz und Motor faxe ich Ihnen in den nächsten Tagen.

Mit freundlichem Gruß,

Thomas Schmidt




Die 3. oder 4. CAP 21 von Franz Maier vor seiner ebenfalls selbstgebauten RV-4.


Franz saß bei der ersten Vorlesung unseres Luftfahrttechnik-Studiums "zufällig" neben mir, ganz vorn in der ersten Reihe. Er war (und ist), wie sich schnell herausstellte natürlich ebenfalls begeisterter Modellflieger. So entwickelte sich sofort eine gute Freundschaft.
Als ich viele Jahre später jeden Flug meiner CAP 21 mit einer gerissenen Rolle sofort beim Abheben begann, überraschte er mich kurz darauf mit eineinhalb gerissen Rollen in noch geringerer Höhe. (Franz war schon immer der Pilot mit den besseren Nerven.) Nach reichlich Überwindung habe ich mich dann auch getraut und mußte feststellen, daß eineinhalb Gerissene beim Start sogar irgendwie einfacher zu fliegen sind. Nur einmal hat es nicht ganz geklappt und meine CAP 21 berührte in der Rolle den Boden in Messerfluglage. Etliche hundert Starts später, an einem sehr heißen Tag, nach einer stressigen Anreise hat es Franz schließlich geschafft wieder einen draufzusetzen: Sofort nach den eineinhalb gerissen Rollen landete er seine CAP 21 mit Vollgas auf dem Rücken ...

Konsequenz: Man muß es nur lange genug versuchen, dann geht auch die CAP 21 in den Boden. Aber bitte machen Sie nicht den Anfängerfehler die gerissene Rolle nur mit Höhen und Seitenruder zu probieren! Die CAP 21 braucht unbedingt Querruder dazu, sonst gelingt der Crash schon beim ersten Versuch!

Franz schrieb dazu:

Hallo Gerhard,

ist doch nett so wie Du es geschrieben hast! Meine blaue CAP 21 fliegt nach der Rückenfluglandung übrigens immer noch (wieder). Prop ab, Seitenleiterk ab, Riß im Rumpf. Das war damals die kürzeste Schauflugeinlage beim Plattlinger Flugtag!

Eigentlich wäre sie fast schon beim Einfliegen wie ihr Vorgänger abgestürzt, weil ich die Servokabel aus dem gleichen Vorrat hergestellt habe, (lauter kalte Lötstellen innerhalb des Steckers) aber den Wackler im Höhenruder vor einem Start gemerkt habe. Stecker von Conrad-Elektronic ok, aus Modellbau-Fachhandel Schrott!

Gruß
Franz

Eric Müller, neben Louis Peña begeisterter Pilot der ersten CAP 21 (F-WZCH), schrieb noch 1983 in seinem Buch "Flight Unlimited" ein Looping in Messerfluglage sei unsinnig und völlig unmöglich.

1988 konnte ich ihm bei einem Flugtag den Messerfluglooping zeigen - mit dem Modell "seiner" CAP 21.

Eric ist leider sehr früh verstorben und durfte die vielen "unmöglichen" Figuren , die für uns heute so selbstverständlich sind, nicht mehr erleben und selber ausführen.


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