| Der Jet Trainer von Karl Paul | |
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Spannweite 2,20 m |
Als Karl (Charly) Paul sich auf der Heimfahrt vom Jet-Meeting 1999 in Helchteren Gedanken über die Auswahl seines ersten Jet-Modelles machte, wurde schnell klar, daß es wohl eine Eigenkonstruktion werden mußte. Ein geignetes Modell für seine Ansprüche gab und gibt es einfach nicht am Markt. Es sollte eine "CAP 21 mit Turbinenantrieb" werden. D.h. extrem einfach zu fliegen und zu landen und absolut vollgasfest. Der Trainer durfte nur eine kurze Start und Landestrecke benötigen, da sein Modellflugplatz nur 100m lang und natürlich ein Grasplatz ist. Ein Einziehfahrwerk kam für Charly nicht in Frage, da gut 90% der Jets irgendwann Probleme mit dem Fahrwerk haben. Dabei sollte aber das starre Fahrwerk im Flug nicht zu sehr auffallen. (Ich kann Ihnen versichern: Wenn man selbst steuert bemerkt man das kurze Fahrwerk im Flug überhaupt nicht.) Das Modell sollte nicht zu schnell sein und vor allem groß genug sein, um es immer gut erkennen zu können. Das Modell sollte wie ein Flugzeug aussehen aber bewußt kein Scale Nachbau werden. Flügelpfeilung, damit das Modell wie ein "richtiger" Jet aussieht, gehörte ebenfalls zu den Bedingungen. Er wollte keinen der populären Nurflügel- und Delta- Turbinen-Trainer. Die Bezeichnung Turbinen-Trainer für diese Geschosse kann man getrost wörtlich nehmen. Diese Modelle sind gut geeignet die Turbine zu trainieren, aber der Pilot muß bereits das Jet fliegen voll beherrschen oder er wird von diesen Fernlenkkörpern mental überholt. Charly war aber glücklicher Besitzter einer AMT-Mercury Turbine und diese Turbine funktionierte einwandfrei. Davon hatte er sich bereits in unzähligen Prüfstandläufen überzeugt. Es gab keine Fehlstarts und Feuerschweife beim Anlassen. Die Startmethode mit der Pressluft ist 100% zuverlässig, so stand dem Einbau in den Rumpf und der Verwendung eines Schubrohres absolut nichts im Wege. Nicht zuletzt sollte das Modell kostengünstig und schnell zu bauen sein. Als ungefähres Vorbild wählte Charly schließlich die Foland Gnat, einen im Original winzig kleinen Jet. Er war das Flugzeug der Red Arrows in ihrer Anfangszeit. Geplant und gebaut hat Charly das Modell zusammen mit Wolf-Dieter Banke in der Zeit von Oktober 1999 bis April 2000. Um kein Risiko einzugehen bat mich Charly den Flügel zu konstruieren und das Profil auszuwählen. Das Modell ist in Balsa-Rippenbauweise erstellt und mit rotem (Red Arrows!) und schwarzen Japanpapier und Spannlack überzogen. Über die Optik kann man streiten, über die zahlreichen Vorteile dieser Methode jedoch nicht. Bei ruhigem Wetter fliegt der Trainer mit ausgefahrenen Klappen langsam wie ein Harrier im Schwebeflug und ist dabei voll steuerbar und völlig unkritisch. Einfach unglaublich wenn man es zum ersten Mal erlebt! Warum ich so viel über dieses Modell schreibe? Ich durfte es inzwischen über 25 mal fliegen (auch in Porz) und wenn man Charly´s Gnat so gut kennt, dann kann man nur davon schwärmen. PS. Wir werden wohl einen Bausatz davon machen ... |
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| Karl Paul mit seiner Foland Gnat oder wie andere meinten Alpha-Jet oder Tornado oder Harrier. Tatsächlich hat der Trainer die große Ähnlichkeit mit dem italienischen AMX-Kampfjet. |
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| Am Hintergrund kann man es erkennen, diese beiden Bilder wurden nicht in Porz, sondern auf Charly´s Heimatflugplatz, nach dem Erstflug im April 2000 aufgenommen. Sie zeigen recht eindrucksvoll die Größe und Form seines Jet-Trainers. |
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